Zum Fressen gern

«Unsere Katze verweigert seit einiger Zeit das Nassfutter. Sie frisst es nur, wenn man ihr kein Trockenfutter gibt. Schadet es ihrer Gesundheit, wenn sie nur noch Trockenfutter frisst?»

Jede Katze hat ihre Vorliebe bei der Futterauswahl. Es gibt Katzen die nur Nassfutter und solche die nur Trockenfutter mögen. Gesundheitlich ist das absolut unbedenklich. Die jeweiligen Katzenfutter sind so konzipiert, dass der gesamte Bedarf von Proteinen, Aminosäuren und Vitaminen abgedeckt ist.  Trotzdem hat jedes Futter seinen Vorteil.

Vorteil von Nassfutter

Katzen trinken von Natur aus wenig Wasser. Sie sind es gewohnt, über die Nahrung Flüssigkeit aufzunehmen. Wenn sich eine Katze in freier Wildbahn von Mäusen ernährt, ist ein Grossteil ihres Flüssigkeitsbedarfs abgedeckt. Daher ist die Fütterung von Nassfutter für die Katzen natürlicher als Trockenfutter. Nierenprobleme oder Harnwegserkrankungen können dadurch vorgebeugt werden. Nassfutter ist zudem geschmacksintensiver als Trockenfutter und haben bei heiklen Fressern meistens die bessere Akzeptanz. Bei kranken Tieren hat das Nassfutter zusätzlich den Vorteil, dass die Medikamentenverabreichung viel einfacher ist. Tabletten, Flüssigkeiten oder Pulver können einfach ins Feuchtfutter untergemischt werden. Bei kranken Tieren mit einem Flüssigkeitsverlust oder Verstopfung kann dem Futter zusätzlich Wasser zugefügt werden.

Vorteile von Trockenfutter

Das Trockenfutter hat beim Kauen einen Zahnputzeffekt, welcher Zahnsteinbelag vorbeugt. Ausserdem kann das Trockenfutter problemlos am Tag im Futternapf belassen werden, ohne dass es verdirbt. Die meisten Katzen fressen lieber kleine Portionen über den Tag verteilt, als nur ein- oder zweimal am Tag eine grosse Portion. Für übergewichtige Katzen gibt es zudem die Möglichkeit, das Trockenfutter in speziellen Spielzeugen zu verstecken. Die Katzen müssen sich zuerst bewegen, um spielerisch an das Futter heranzukommen. Auch für Futterautomaten ist das Trockenfutter ideal, falls bei einem Mehrkatzenhaushalt verschiedene Futter aus gesundheitlichen Gründen verabreicht werden sollte.

Vorteile von Mischfutter

Bei einer Mischfütterung von Trocken- und Nassfutter profitieren die Katzen von beiden Vorteilen. So kann zum Beispiel morgens und abends Nassfutter angeboten und am Tag oder in der Nacht Trockenfutter zur Verfügung gestellt werden. Die Katzen werden immer wieder mal zum Fressen kommen. Am einfachsten ist es, die Vierbeiner schon als Welpe an beide Futterarten zu gewöhnen.

Plötzliche Änderung des Fressverhaltens

Ändert sich nach einigen Jahren plötzlich das Fressverhalten ihres Lieblings, kann dies auch medizinische Gründe haben. Wenn eine Katze plötzlich mehr Nassfutter frisst als früher, benötigt sie eventuell wegen einer Erkrankung mehr Flüssigkeit. Wenn umgekehrt plötzlich das Trockenfutter verweigert wird, könnten Zahnschmerzen die Ursache sein. Ein Gesundheitscheck beim Tierarzt gibt Aufschluss darüber, ob alles in Ordnung ist.

Katzen chippen ist nicht für die Katz

Jedes Jahr werden tausende Katzen vermisst. Mit einem Chip kann eine Findelkatze von Tierärzten, Katzenheimen oder der Polizei eindeutig identifiziert werden. Jeder Katzenchip ist bei der nationalen Datenbank Anis erfasst und so können die Katzenbesitzer direkt kontaktiert werden. Wir empfehlen deshalb allen Katzenbesitzern Ihre Katze zu Chippen. Die Tierarztpraxis Küsnacht …

Plötzlich trinkt die Katze viel

Wenn die Katze plötzlich Durst hat

Katzen trinken von Natur aus wenig. Die Vorfahren unserer Hauskatzen stammen ursprünglich aus der Wüste. Daher sind sich unsere Stubentiger gewohnt, mit wenig Wasser auszukommen.

Wenn die Katze plötzlich mehr Durst hat, könnte das ein erstes Anzeichen einer Erkrankung sein.

Normale Trinkmenge

Eine gesunde, ausgewachsene Hauskatze trinkt normalerweise weniger als 50 ml / kg / 24 Stunden. Eine 4 kg schwere Katze trinkt somit bis zu 2 dl Wasser am Tag.

Einfluss auf die Wasseraufnahme

Natürlich ist die Menge an benötigtem Wasser auch von äusseren Einflüssen abhängig.

Der grösste Einfluss auf die Trinkmenge hat das Futter. Je nach Menge des Feucht- oder Trockenfutters, kann die Wasseraufnahme unterschiedlich hoch sein. Je mehr Trockenfutter die Katze frisst, desto höher ist ihr Bedarf zum Wasser trinken.

Freigängerkatzen, welche Mäuse jagen, nehmen sehr viel Wasser über ihre Beute auf und decken Ihren Wasserbedarf somit mehrheitlich über die Nahrung.

An heissen Sommertagen wird Ihre Katze mehr trinken, als im Winter. Falls Ihre Katze vorübergehend Durchfall hat oder Erbrechen muss, wird sie kurzfristig auch einen erhöhten Wasserbedarf haben.

Wenn die Trinkschale plötzlich leer ist

Normalerweise leckt die Katze etwas Wasser auf und geht danach weiter. Wenn die Wasserschale plötzlich sehr schnell leer ist, sollte man die Trinkmenge über ein paar Tage kontrollieren.

Ideal ist, wenn die Wasseraufnahme pro 24 Stunden gemessen wird. Füllen Sie die Wasserschale mit einer abgemessen Menge Wasser auf. Somit erhalten Sie einen Überblick über die Trinkmenge.

Für eine 4 kg Katze: 2 dl Wasser am Tag

Für eine 5 kg Katze: 2,5 dl Wasser am Tag

Für eine 6 kg Katze: 3 dl Wasser am Tag

Bei Freigängerkatzen kann es sehr schwierig sein, die Trinkmenge zu kontrollieren. Katzen lieben es, an verschiedenen Orten zu trinken. Sei dies nun am Wasserhahn, an Pflanzentöpfen, aus der Giesskanne oder einem Brunnen.

Mit der gesteigerten Wasseraufnahme wird jedoch auch vermehrt Urin abgesetzt. Wenn das Katzenkistchen plötzlich schneller voll ist, kann dies auch ein Hinweis auf vermehrten Durst sein.

Anzeichen für eine Erkrankung

Falls Ihre Katze plötzlich mehr Wasser aufnimmt oder das Katzenkistchen mehr Urin aufweist, sollten Sie Ihren Stubentiger vom Tierarzt untersuchen lassen. Wenn eine Katze mehr als 0,5 dl pro Kg am Tag trinkt, spricht man von einer Polydipsie (krankhaft gesteigerter Durst).

Das Symptom Durst und vermehrter Urinabsatz kann über 20 verschieden Ursachen haben. Die drei häufigsten Ursachen bei der Katze sind folgende Krankheiten:

  • Diabetes (Blutzuckererkrankung)
  • Nierenerkrankung
  • Schilddrüsenüberfunktion

Eine Urinuntersuchung bringt Aufschluss, ob die Katze tatsächlich mehr trinkt und daher einen wässrigen Urin hat. Im Urin kann auch der Zuckergehalt untersucht werden.

Mittels einer Blutuntersuchung kann festgestellt werden, ob die Nierenwerte, der Blutzucker und das Schilddrüsenhormon in der Norm sind.

Eine frühe Behandlung dieser Krankheiten erhöht die Lebensdauer und die Lebensqualität Ihrer Katze.

Wenn Katzen leiden

Unsere Katze ist schon etwas älter. Wie kann ich feststellen, ob es ihr gut geht oder ob sie Schmerzen hat?

Ältere Katzen – Stilles Leiden

Oft haben ältere Katzen – genau wie wir Menschen auch – Arthrosebeschwerden. Der Rücken und die Gelenke schmerzen. Das Springen auf das Sofa oder den Katzenbaum werden zur Qual. Aber Katzen zeigen chronische Schmerzen anders als wir Menschen. Sie beklagen sie sich nicht, sie miauen nicht, im Gegenteil, sie werden stiller und ruhiger.

Von aussen sehen wir unseren Hauskatzen diese Gelenkschmerzen nicht so einfach an. Sie fressen wie gewohnt und die Verdauung ist normal. Typischerweise sind ältere Katzen anhänglicher und schlafen mehr als in jungen Jahren. Viele Tierbesitzer erzählen, dass ihre ältere Katze mehr daheim ist als früher.  Die Katze kämpft nicht mehr so oft um ihr Revier, da sie merkt, dass es nun stärkere Konkurrenten in ihrem Quartier gibt. Der Rückzug in ihr beschütztes Revier daheim ist also ganz normal.

Gewisse Verhaltensänderungen, die einen Hinweis auf Schmerzen sein können, sind jedoch gut zu beobachten. Wenn Ihre Katze nicht mehr auf ihre gewohnten Plätze hochspringt, kann das ein Hinweis auf Schmerzen sein. Um die Fellpflege, insbesondere im hinteren Rückenbereich zu bewerkstelligen, müssen Hauskatzen sehr gelenkig sein. Hat die Katze bei der Fellpflege schmerzen, nimmt das Putzverhalten ab und das Fell weist vermehrt Knoten und verklebte Stellen auf. Sitzt die Katze in letzter Zeit vermehrt an einer Stelle in der Wohnung und läuft nicht wie früher von einem Lieblingsplätzchen zum anderen , dann könnte auch dies ein Hinweis auf Schmerzen sein.

Mit der verminderten Aktivität, werden auch die Krallen weniger abgenützt. Da die Krallen gebogen sind, können sie sogar in den Ballenbereich einwachsen. Ich sehe in der Praxis immer wieder ältere Katzen, die eingewachsene Krallen haben. Dies ist sehr schmerzhaft und mit ein Grund, weshalb sich Katzen weniger bewegen. Falls Sie keine Teppiche daheim haben, sollten Sie auf die Schritte ihrer älteren Katze hören. Bei zu langen Krallen hören Sie bei den Schritten ein Klickgeräusch. Eine regelmässige Kontrolle der Krallen ist auf jeden Fall sehr wichtig.

Sobald Sie Veränderungen im Verhalten Ihrer Katze bemerken, sollten Sie einen Termin in der Tierarztpraxis vereinbaren. Berichten Sie von Ihren Beobachtungen und besprechen Sie die Möglichkeiten, um die Lebensqualität Ihrer Katze zu verbessern. Von altersgerechter Ernährung, über unterstützende Futterzusätze für die Gelenke bis zu Arthrosemedikamente gibt es eine ganze Palette an Möglichkeiten. Holen Sie sich auch Tipps für eine seniorenfreundliche Gestaltung in ihrer Wohnung. Damit Ihr Büsi auch weiterhin ihr Lieblingsplätzen geniessen kann.

Anzeichen für Schmerzen:

  • Bewegt sich viel weniger
  • Putzt sich weniger
  • Lässt sich nicht mehr gerne bürsten
  • Lässt sie sich nicht mehr gerne streicheln
  • Hörbare Schritte auf Parkett
  • Verklebtes Fell auf Rücken
  • Verharrt an einem Ort

Ab 10 Jahren spricht man von einer älteren Katze:

Katzen-Alter in Jahren101214161820
Entsprechendes Menschen-Alter566472808896

Chippen

Chippen für Hunde Innerhalb von 3 Monaten nach Geburt müssen Welpen bei der Hundekontrolle in Ihrer Gemeinde angemeldet werden. Bei Hunden ist das Chippen obligatorisch.. Als neuer Besitzer eines Hundes oder falls mit Ihrem Hund in die Schweiz gezogen sind, müssen Sie sich innerhalb 10 Tagen nach Einreise bei der …

Entwurmung

Grundsätzlich können sich alle Hunde und Katzen, ob Welpe oder älteres Tier, Freilauf- oder Wohnungskatze mit Würmern anstecken. Je nach Alter, Haltung und Ernährung ist das Risiko aber unterschiedlich. Sogar Welpen können sich bereits über die Muttermilch, Hunde sogar im Mutterleib, anstecken. Meist infizieren sich die Tiere bei Artgenossen oder …

Impfungen

Eine regelmässige und durchdachte Impfprophylaxe ist sehr wichtig für die Gesundheit Ihres Haustieres. Wir halten wir uns an die aktuelle Empfehlung des Tierspitals Zürich. Informieren Sie sich insbesondere auch frühzeitig zur Vorsorge bei Auslandreisen. Je nach Reiseziel sollte Ihr Tier prophylaktisch vor parasitären Erkrankungen im Reiseland geschützt werden und in jedem Fall gegen Tollwut …

Katzenwelpen

Ein neues Büsi Welpen braucht viel Aufmerksamkeit. Für die tiermedizinische Betreuung empfehlen wir von der Tierarztpraxis Küsnacht in den ersten 6 Monaten folgendes: 1. Impfung mit 6 Wochen 2. Impfung 3-4 Wochen später 3. Entwurmung 2 Wochen nach der ersten Impfung, danach alle 6 Monate Wenn Sie Fragen zu Ihrer …

Krallen schneiden

Eingewachsene Krallen behindert das Laufen und kann sogar sehr schmerzhaft sein. Bei älteren Tiere, die nicht mehr so aktiv sind, können mit der Zeit sehr lange Krallen wachsen. Das Krallen schneiden ist gerade auch bei wilderen Katzen nicht ganz einfach, besonders wenn die Krallen in die Haut einwachsen. Bei uns …

Reisepass für Haustiere

Bei uns erhalten Sie einen Reisepass für Ihr Haustier. Wir beraten Sie gerne bei der Planung einer Auslandsreise. Ihr Haustier erhält von uns die nötigen Impfungen, Parasitenbehandlung sowie Bluttest und wir stellen die entsprechenden Gesundheits und Reisedokumente für Sie aus. Je nach Reiseziel sollte Ihr Tier prophylaktisch ebenfalls vor parasitären Erkrankungen im Reiseland …