Das ist Gift für den Hund

Was für Nahrungsmittel sind giftig für meinen Hund

Draussen ist man als Hundebesitzer meistens sehr aufmerksam und reagiert sofort, wenn der Hund etwas Unbekanntes vom Boden fressen will. Wichtig ist jedoch auch, dass daheim in der vertrauten Umgebung Lebensmittel sicher aufbewahrt werden. Einige für uns Menschen völlig alltägliche Nahrungsmittel sind für den Hund nämlich stark giftig!

Giftige Nahrungsmittel für den Hund

Schokolade

Der Wirkstoff Theobromin in der dunklen Schokolade ist für den Hund sehr gefährlich. Die Ausscheidung des Wirkstoffes ist bei den Hunden viel langsamer als bei anderen Tierarten.

Die stimulierende Wirkung auf die Atmung und das Herz können so massiv sein, dass ein Atem- und Herzstillstand erfolgt. Schon 2 – 4 Stunden nach der Aufnahme können Symptome wie Krämpfe, Atemnot und Herzarrythmien auftreten. Frisst ein Hund eine ganze Tafel Schokolade oder einen Schokoladekuchen, ist der sofortige Gang zum Tierarzt lebenswichtig.

Trauben

Frisst ein Hund in grösseren Mengen Trauben, kann dies zu einem Nierenversagen führen.

Die Ursache dafür ist noch nicht geklärt. Bei einem Spaziergang nahe an einem Weinberg sollte man als Hundebesitzer sehr aufmerksam sein und seinen Liebling keine Traubenreste vom Boden fressen lassen.

Zwiebeln und Knoblauch

Schwefelhaltige Aminosäuren in der Zwiebel und im Knoblauch wirken schädigend auf die roten Blutkörperchen und bewirken eine Anämie (Blutarmut). Auch nach dem Kochen bleibt das Toxin wirksam. Wenn man seinem Hund mal Essensreste oder Selbstgekochtes füttern möchte, sollte man daher unbedingt auf Zwiebeln und Knoblauch verzichten.

Nicht immer hat man den Hund unter Aufsicht und sieht, was er gefressen hat. Vor allem während dem Spaziergang liegt alles möglich auf dem Boden, was den Hund interessieren könnte. Gewisse Rassen wie zum Beispiel Labradore sind richtige Allesfresser. Da wird vieles ins Maul genommen und auch mal heruntergeschluckt. In den meisten Fällen passiert nichts oder führt zu einer harmlosen Magen-Darmverstimmung.

Während dem Spaziergang sollte man sich auf folgende, für den Hund giftige Substanzen achten:

  • Schneckenkörner
  • Rattengiftköder
  • Zigarettenstummel
  • Dünger

Folgende Anzeichen können Symptome einer Vergiftungsreaktion sein. Ihr Liebling sollte dann unverzüglich bei einem Tierarzt/einer Tierärztin vorgestellt werden.

Vergiftungssymptome

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Atemnot
  • Lethargie
  • Speicheln
  • Veränderte Pupillen
  • Schwankender Gang
  • Rasender Puls
  • Zittern
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Der Hund hat etwas Giftiges gefressen

Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte unverzüglich eine Tierärztin/einen Tierarzt aufgesucht werden. Falls die Aufnahme von Gift erst kürzlich erfolgte, kann dem Tier

eine Spritze verabreicht werden, welche zu Erbrechen führt. Damit ist das Gift aus dem Körper. Zudem kann der Kreislauf stabilisiert und Kohle verabreicht werden, um eine weitere Giftaufnahme im Darm zu verhindern.

Infos zu Vergiftungen

Bei Unsicherheit, ob ein Nahrungsmittel oder eine Pflanze giftig ist, informiert man sich am besten sofort beim Toxikologischen Zentrum auf der Telefonnummer 145. Weitere Informationen über giftige Substanzen bietet die Homepage des Tierspitals Zürich: www.clinitox.ch