Zuckerkranke Haustiere

Zuckerkrankheit – Diabetes bei Hund und Katze

Im Verlauf ihres Lebens können auch Hunde und Katzen an Diabetes erkranken. Betroffen sind hauptsächlich mittelalte bis ältere Tiere. Bei Katzen nimmt die Erkrankung zu. Eines der grossen Risikofaktoren ist Übergewicht.

Verschieden Formen des Diabetes
Wie beim Menschen gibt es auch bei unseren Haustieren den Diabetes Typ 1 und Typ 2.

Vor allem Hunde erkranken am Typ 1. Die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse funktionieren aufgrund einer autoimmunen Zerstörung nicht mehr. Das Insulin kann vom Körper nicht mehr selber produziert werden. Der Mangel an Insulin ist irreversibel.

Ungefähr 80% der Katzen erkranken am Typ 2. Die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse können Insulin produzieren. Das Gewebe (Muskulatur, Fett, Leber) reagiert jedoch nicht mehr darauf. Man spricht von einer Insulinresistenz. In einigen Fällen erholt sich der Körper und das Insulin beginnt wieder an den Zielzellen zu wirken. Einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung des Diabetes Typ 2 ist Übergewicht.

Diabetes kann bei unseren Vierbeinern auch aufgrund anderer Erkrankungen, Faktoren oder Medikamente ausgelöst werden. Eine Bauchspeicheldrüsen-entzündung oder -krebs, eine Cushingerkrankung, unkastrierte Hündinnen nach der Läufigkeit oder auch Medikamente wir Kortison oder Hormonpräparate zur Unterdrückung der Läufigkeit können eine Zuckerkrankheit auslösen.

Für was braucht der Körper Insulin
Insulin ist ein Hormon, welches von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Durch das Insulin kann der Körper die Glukose (Zucker) aus dem Blut in die Zellen aufnehmen und weiterverarbeiten. Ist zu wenig Insulin vorhanden (Typ1) oder die Zellen reagieren nicht mehr auf das Insulin (Typ 2), steigt der Zucker im Blut an und fehlt in den Zellen als Energie. Der Stoffwechsel schaltet um und beginnt mit vermehrtem Fett- und Muskelabbau. Hält dieser Zustand über längere Zeit an kommt es zur Bildung von gefährlichen Ketonkörpern und einer Stoffwechselentgleisung.

Was sind die Anzeichen einer Diabeteserkrankung
Die vier Hauptsymptome sind:
– Vermehrtes Trinken
– Vermehrter Urinabsatz
– Vermehrtes Fressen
– Gewichtsverlust

Oft entwickelt sich im Laufe der Erkrankung auch eine Linsentrübung (Katarakt) und bei Katzen eine Gangstörung. Die Katzen laufen nicht mehr nur auf den Pfoten, sondern knicken mit den Hinterbeinen bis zum Sprunggelenk ein.

Wie wird die Diagnose gestellt
Mittels einer Blut- und Urinuntersuchung kann der erhöhte Blutzucker schnell festgestellt werden. Da insbesondere Katzen auch aufgrund von Stress einen kurzzeitig erhöhten Glukosewert haben, wird das Fruktosamin (Langzeitzuckerwert) noch zusätzlich untersucht, um eine richtige Diagnose stellen zu können.

Wie wird Diabetes bei unseren Haustieren behandelt
Erkrankt ein Tier an Diabetes braucht es ein- bis zweimal täglich Insulin, welches unter die Haut gespritzt wird. Zudem sollte die Ernährung auf ein angepasstes Diabetikerfutter umgestellt werden. Wichtig dabei ist ein geregelter Fütterungs- und Tagesablauf und regelmässige Blutkontrollen, um die Dosis des Insulins gut einzustellen. Die ersten 3 Monate zu Beginn der Therapie ist der wichtigste Zeitraum, um eine gute Therapieeinstellung zu erreichen. Dazu braucht es viele Informationen vom Tierarzt und eine gute Betreuung. Instruktionen wie man das Insulin spritzen soll sind sehr wichtig und sollten in der Tierarztpraxis zusammen geübt werden. Mittlerweile gibt es auch für unsere Lieblinge einen sogenannten Insulin Pen, welcher die Dosiseinstellung und Injektion sehr vereinfacht.

Weiter Informationen:
www.kltmed.uzh.ch/de/fachgebiete/endokrinologie
www.caninsulin.de

Wenns die Tiere juckt

Allergien bei unseren Haustieren

Unsere Hunde und Katzen leiden zunehmend an Allergien. Am häufigsten führen Allergien zu Juckreiz und dadurch zu chronischen Hautproblemen. Die Hunde haben oft generalisierten Juckreiz, wobei die Katzen sich mehrheitlich am Kopf oder Nacken kratzen.

Juckreiz kann verschieden Ursachen haben. Ein Parasitenbefall, eine Hautinfektion, hormonelle Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion können genauso zu Hautproblemen und Juckreiz führen wie eine Allergie. Wird eine Allergie vermutet, braucht es viele Informationen und die Mitarbeit des Tierbesitzers, um der Ursache der Allergie auf die Spur zu kommen. Beobachtungen, was daheim geändert wurde, ob das Futter gewechselt wurde oder ob die Beschwerden saisonal auftreten sind sehr wichtige Hinweise. Oft kommt der Tierarzt erst durch ein Ausschlussverfahren zur Diagnose. Wichtig dabei ist ein strukturiertes Testverfahren, die Mitarbeit der Tierbesitzer und regelmässigen Nachkontrollen in der Praxis.

Allergieursachen können in drei grosse Hauptkategorien eingeteilt werden.

  1. Parasiten (Flohbissallergie)
  2. Futtermittelallergien
  3. Umweltallergien (Atopie)

Parasiten sind die häufigsten Ursachen von Juckreiz bei unseren Haustieren. Eine konsequent durchgeführte Parasitenbehandlung ist sehr wichtig, um diese Ursache auszuschliessen.

Falls der Juckreiz weiter besteht, sollte unbedingt eine Futtermittelallergie ausgeschlossen werden. Am häufigsten verursachen Futtermittel wie Rind, Fisch oder Huhn Probleme.

Eine Futtermittelallergie kann sich auch erst nach Jahren entwickeln. Das häufigste Anzeichen ist Juckreiz. Dies führt zu Haarverlust und Hautrötungen. Manche Tiere haben auch chronischen Durchfall oder Erbrechen. Der einzig verlässliche Test besteht darin, eine Ausschlussdiät über 8 Wochen durchzuführen. Dafür wählt man ein Futter mit einer Protein- und Kohlehydratquelle aus, mit welcher der Patient noch nie Kontakt hatte. Dazu gibt es mittlerweile viele Produkte auf dem Markt, welche spezielle Fleischsorten wie Wild, Strauss oder Känguru anbieten. Zudem gibt es auch spezielle Allergikerfutter mit aufgespaltenem (hydrolysiertem) Protein. Der Körper reagiert dadurch nicht mehr mit einer Allergiereaktion.

Eine anschliessend vorgenommene Provokationsdiät mit dem alten Futter bestätigt bei wiederkehrenden Symptomen eine Futtermittelallergie.

Falls der Juckreiz und die Hautsymptome trotz des Futterwechsels weiter bestehen bleiben, handelt es sich wahrscheinlich um eine Atopie, eine Allergie auf Umweltallergene.

Die Atopie ist die häufigste Hauterkrankung beim Hund und kann genetisch bedingt sein. Rassen wie der Westhighland White Terrier, der Boxer oder Bulldoggen sind vermehrt von dieser Krankheit betroffen. Der Körper produziert IgE Antikörper, welche gegen die Umweltallergene gerichtet sind. Oft erkranken die Tiere im Alter zwischen 6 Monate und 3 Jahren. Die Hunde zeigen Juckreiz, Hautrötungen oder haben chronische Ohrentzündungen. Durch den Juckreiz entstehen oft sekundäre bakterielle Infektionen oder Hefepilzinfektionen. Milder Juckreiz kann von den Tierbesitzern oft übersehen werden. Indirekte Hinweise auf Juckreiz kann vermehrtes Schlecken sein. Durch den Speichel verfärbt sich das Fell bräunlich rötlich. Bei Hunden mit weissem Fell ist dies sehr gut sichtbar. Am häufigsten sind die Veränderung an den Pfoten sichtbar, gefolgt von der Bauchunterseite, den Achseln und den Ohrmuscheln. Auch Katzen können an Atopie erkranken und leiden unter starkem Juckreiz mehrheitlich am Kopf und am Hals. Die Katzen kratzen sich, was zu Krustenbildungen und Hautinfektionen führt. Bestehen die Symptome hauptsächlich im Frühling oder Sommer könnte eine Pollenallergie die Ursache sein. Leidet der Patient das ganze Jahr über an Juckreiz, könnte es sich um eine Hausstaub- oder Futtermilbenallergie handeln.

Diagnose Atopie

Die Diagnose wird durch den Ausschluss anderer Erkrankungen, eines Parasitenbefalls, Hautinfektionen oder Futtermittelallergien gestellt. Die Vorgeschichte, die Entwicklung der Erkrankung und das Verteilungsmuster der Hautveränderungen sind zusätzliche Indizien.

Allergietest sind leider kein eindeutiger Beweis dafür, dass unser geliebtes Tier an einer Atopie leidet, da auch gesunde Hunde und Katzen auf Umweltallergene sensibilisert sind und dadurch positive Ergebnisse aufweisen können.

Therapie Atopie

Die Umweltallergene können wir nicht beeinflussen. Unsere Haustiere sind mit diesen Allergenen zum Teil täglich konfrontiert und der Juckreiz bleibt dauerhaft bestehen. Daher ist eine Behandlung mit Medikamenten und einer Immuntherapie meist unumgänglich.

Das älteste Medikament gegen allergische Reaktionen ist Kortison. Kortison hat jedoch Auswirkungen auf den gesamten Organismus und viele Nebenwirkungen wie vermehrtes Trinken, es belastet die Leber und kann eine Blutzuckererkankung auslösen. Mittlerweile gibt es neuere Medikamente gegen Allergien, welche die überschiessende Immunreaktion des Körpers spezifisch hemmen. Die Dosis kann, nachdem der Juckreiz aufhört, langsam reduziert werden. Ziel ist es immer, die geringste und nötigste Dosis herauszufinden, damit unser Liebling ohne Juckreiz ist. Seit zwei Jahren ist zudem eine Injektionstherapie mit einem Antikörper zugelassen, welcher den Botenstoff Interleukin-31 bindet. Interleukin-31 ist ein wichtiger Botenstoff des Immunsystems. Die Injektion erfolgt monatlich. Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist eine Immuntherapie. Durch Allergietests kann herausgefunden werden, welche Umweltallergene eine starke Immunantwort im Körper hervorrufen. Ziel ist es danach, eine individuelle auf ihr Tier abgestimmte Immuntherapie vom Labor herstellen zu lassen. Diese sogenannte Desensibilisierung hat zum Ziel, den Körper langsam wieder an die Allergene zu gewöhnen, welche im Körper eine überschiessende Immunreaktion hervorrufen. Der chronische Juckreiz nimmt ab und die Dosis der Medikamente können oft reduziert oder ganz abgesetzt werden.

Anzeichen von Allergiesymptomen bei unseren Vierbeinern:

  • Juckreiz
  • Haarlose Stellen
  • Gerötete Pfoten beim Hund
  • Krusten im Kopf- oder Halsbereich bei der Katze
  • Chronische Ohrentzündungen
  • Durchfall
  • Erbrechen

Hormone aus dem Lot

Schilddrüsenerkrankungen beim Tier

Die Schilddrüse ist ein hormonbildendes Organ, welches im Bereich des Halses auf der Luftröhre liegt. Sie besteht aus einem linken und einem rechten Lappen.

Die Hauptaufgabe der Schilddrüse ist die Produktion der Schilddrüsenhormone T4 und T3, welche einen wichtigen Einfluss auf den gesamten Körper und den Stoffwechsel ausüben. Die Hormone beeinflussen das Wachstum, den Stoffwechsel, die Organentwicklung und Teile des Nervensystems. Aus diesem Grund können unbehandelte Erkrankungen der Schilddrüse mit der Zeit auch Folgeschäden an verschiedenen Organen im Körper verursachen.

Hunde erkranken häufiger an einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Katzen jedoch häufiger an einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose).

Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Es sind vor allem mittelgrosse bis grosse Hunde ab mittlerem Alter von der Erkrankung betroffen. Das Geschlecht oder die Kastration haben keinen Einfluss. Ursachen sind in den meisten Fällen eine immunvermittelte Entzündung oder eine Atrophie der Schilddrüse. Die Symptome sind vielfältig. Am häufigsten berichten Hundebesitzer von Müdigkeit, Lethargie und Leistungsschwäche. Der Vierbeiner nimmt auch stetig an Gewicht zu, obwohl die Fütterung und der Appetit konstant sind. Oft leiden die Hunde an wiederkehrenden Hautproblemen und Ohrentzündungen. Kalte Plätze werden von den Hunden eher gemieden. In seltenen Fällen kann ein Mangel an Schilddrüsenhormone auch zu neurologischen Problemen wie Lähmungserscheinungen führen. Da sich die Krankheit und die daraus folgenden Symptome langsam entwickeln, ist es für einen Hundebesitzer oft nicht einfach, die Veränderungen zu erkennen. Diese werden oft mit einem normalen Alterungsprozess verwechselt.

Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung, welcher das Schilddrüsenhormon T4 und das schilddrüsenstimulierende Hormon cTSH untersucht. Der Test ist jedoch nicht immer eindeutig und in einigen Fällen sind weitere Stimulationstests nötig.

Die bestätigte Schilddrüsenunterfunktion kann gut behandelt werden. Die Hunde erhalten täglich Tabletten, welche synthetisch hergestelltes Schilddrüsenhormon enthalten. Dadurch wird der tiefe Hormonspiegel ausgeglichen. Bereits nach wenigen Wochen sind die Hunde wieder deutlich vitaler und auch Haut- und Gewichtsprobleme normalisieren sich. Die Therapie erfolgt lebenslang.

Typische klinische Symptome beim Hund mit einer Schilddrüsenunterfunktion

  • Lethargie
  • Gewichtszunahme
  • Leistungsintoleranz
  • Kälteintoleranz
  • Fellverlust
  • Generelle Hautprobleme
  • Chronische Ohrentzündung

Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze

Die Schilddrüsenüberfunktion ist eine häufige hormonelle Erkrankung bei älteren Katzen. Ursache ist in den meisten Fällen eine gutartige Vergrösserung der Schilddrüse. Dadurch werden die Schilddrüsenhormone unkontrolliert und in hohem Masse produziert und ausgeschüttet. Die vergrösserte Schilddrüse ist bei der Untersuchung oft spürbar. Die Katzenbesitzer berichten oft von einem Heisshunger und einem deutlichen Gewichtsverlust. Verdauungsstörungen wie Erbrechen oder Durchfall sind häufig. Die Katzen trinken sehr viel und müssen dadurch auch deutlich mehr Harn absetzen. Dies kann auch zu Urinverlust neben dem Kistchen führen. Die hohen Schilddrüsenhormone führen zudem zu einer hohen Herzfrequenz. Die Tiere sind sehr unruhig und miauen auch vermehrt. Oft suchen sich die Katzen kalte Plätze zum Schlafen aus. Die Symptome sind meistens sehr deutlich und werden von den Katzenbesitzern gut wahrgenommen. Im Bluttest kann das erhöhte Schilddrüsenhormon T4 nachgewiesen werden und die Verdachtsdiagnose bestätigen. Die Therapie erfolgt durch ein Medikament, welche die Synthese der Schilddrüsenhormone reduziert und lebenslang fortgesetzt werden muss. Das Medikament kann als Tablette verabreicht werden. Falls eine Tablettengabe nicht möglich ist, kann das Medikament täglich mit Einweghandschuhen als Salbe an die Innenseite der Ohrmuschel appliziert werden. Der Wirkstoff wird durch die Haut in den Blutkreislauf aufgenommen. Der Hormonspiegel reguliert sich nach wenigen Wochen. Die Katzen nehmen wieder an Gewicht zu, haben eine besser Lebensqualität und eine deutlich längere Lebenserwartung.

Typische klinische Symptome bei der Katze mit einer Schilddrüsenüberfunktion

  • Gewichtsverlust
  • Heisshunger
  • Vermehrtes Trinken
  • Erhöhter Urinabsatz
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Unruhe
  • Vermehrtes Miauen

Viel trinken, viel pinkeln

Cushing Syndrom beim Hund – zu viel Kortisol im Blut

Das Cushing – Syndrom ist eine Krankheit, welche durch einen chronisch erhöhten Kortisolspiegel im Körper ausgelöst wird. Cushing tritt bei 0,1 – 0,2 % der Hunde auf und ist damit eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen. Betroffen sind vor allem Hunde im mittleren oder fortgeschrittenen Alter. Einige Hunderassen wie zum Beispiel der Dackel, Pudel, Terrier oder Boxer sind häufiger von der Cushing – Erkrankung betroffen. Der Name Cushing bezieht sich auf den Entdecker dieser Krankheit, den Neurochirurgen Harvey Cushing.

Kortisol ist ein lebenswichtiges Hormon für den Körper, welches vor allem in Stresssituationen vermehrt freigesetzt wird. Kortisol wird in der Nebenniere produziert. Ein Organ, welches nur einige Millimeter gross ist und nahe bei der Niere liegt. Die Wirkung dieses Hormons ist sehr vielfältig. Es beeinflusst und regelt den Zuckerstoffwechsel, die Muskulatur, den Herz-Kreislauf, das Immunsystem, den Fettstoffwechsel, die Haut, den Knochenstoffwechsel und die Blutgerinnung. Der Hormonspiegel schwankt während dem Tag und ist am Morgen am höchsten.

Die Kortisolausschüttung wird im Gehirn gesteuert. Das Hypothalamus-Hypophysensystem ist für die Regulation des Kortisolspiegels im Körper zuständig. Der Hypothalamus ist das übergeordnete System, welches die Hypophyse dazu veranlasst, Hormone in den Körper auszuschütten, welche die Nebennieren stimulieren. Dadurch wird Kortisol von den Nebennieren freigesetzt. Hat der Körper zu viel Kortisol im Blut, wird das Hypothalamus-Hypophysensystem gehemmt. Der Kortisolspiegel regelt sich damit selber.

Beim Cushing Syndrom setzen die Nebennieren über längere Zeit zu viel Kortison in den Körper frei. Bei 80 – 85% der Hunde ist dafür ein gutartiger Tumor der Hypophyse zuständig, welcher zu viel des stimulierenden Hormons ACTH ausschüttet. Der Rückkopplungs-mechanismus funktioniert nicht mehr. Die Nebennieren produzieren permanent zu viel Kortisol. Bei 15 – 20% der Hunde ist dagegen ein Tumor in einer oder sehr selten in beiden Nebennieren die Ursache der Erkrankung. Diese Tumorerkrankung kann bösartig sein.

Ist der Kortisolspiegel im Körper über längere Zeit zu hoch, hat dies einen Effekt auf den ganzen Körper. Die Muskulatur wird geschwächt, es kann sich eine Blutzuckerkrankheit entwickeln, durch das geschwächte Immunsystem ist der Körper anfälliger für Krankheiten, der Blutdruck kann ansteigen, die Hunde nehmen an Gewicht zu, die Haut wird dünn und verletzlich, Knochenschwund entwickelt sich und die Hunde haben eine erhöhte Neigung zu Hämatomen.

Die Symptome beim Hund können sehr vielfältig und unterschiedlich sein. Am häufigsten werden die Hunde wegen vermehrtem Trinken und vermehrten Harnabsatz vorgestellt. Auch Fell- und Hautveränderungen können erste Anzeichen sein.

Klinische Symptome der Cushing Erkrankung

  • Vermehrtes Trinken
  • Erhöhter Urinabsatz
  • Gesteigerter Appetit
  • Fellverlust
  • Dünne Haut
  • Hängebauch
  • Vermehrtes Hecheln
  • Muskelschwund
  • Bluthochdruck

Cushing Symptome bei Kortisontherapie

Hunde, welche über längere Zeit das Medikament Kortison zur Behandlung einer anderen Krankheit einnehmen müssen, können die gleichen Symptome entwickeln, wie bei einer Cushing Erkrankung. Die Symptome erholen sich langsam nach Absetzen des Medikaments.

Diagnose

Die Diagnose ist nicht immer einfach zu stellen, da die Symptome Ursache von sehr viel verschiedenen Erkrankungen sein können. Bei einem Verdacht auf eine Cushing Erkrankung und zum Ausschluss anderer Erkrankungen wird Ihr Tierarzt zuerst eine Blut- und Urinuntersuchung empfehlen. Falls sich der Verdacht erhärtet, werden zusätzliche Bluttests (Stimulationstests) empfohlen, welche die Kortisolregulation im Blut testen. Diese Tests können auch Aufschluss darüber geben, ob es sich eher um einen Tumor in der Hypophyse oder der Nebenniere handelt. Wenn die Lokalisation und Grösse des Tumors festgestellt werden möchten, braucht es jedoch noch zusätzliche Verfahren wie ein Ultraschall der Nebennieren oder eine computertomographische Untersuchung des Gehirns.

Therapie

In den meisten Fällen wird die Cushing Erkrankung mit Medikamenten behandelt. Das meistgebrauchte Medikament Trilostan hemmt in den Nebennieren die Kortisolsynthese. Dadurch senkt sich der Kortisolspiegel im Blut und die Symptome bilden sich langsam zurück. Eine regelmässige Überwachung des Kortisolspiegels im Blut ist sinnvoll, um die ideale Dosis des Medikamentes festzulegen.

Falls die Ursache ein bösartiger Tumor der Nebenniere ist, kann eine operative Entfernung der entarteten Nebenniere eine Option sein. Diese Operation wird nur von Spezialisten durchgeführt.

Die Erkrankung ist in der Regel mit Medikamenten gut in den Griff zu kriegen, da es sich in den meisten Fällen um einen gutartigen Tumor der Hypophyse handelt. In seltenen Fällen kann der Tumor im Gehirn eine Grösse überschreiten, welche zu neurologischen Symptomen führt. In diesen Fällen kann eine Bestrahlung des Tumors eine weitere Möglichkeit der Behandlung sein.

Prognose

Die Prognose hängt davon ab, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt. Bei einem gutartigen Tumor ist die Prognose mit der medikamentellen Therapie gut und die Hunde haben noch lange eine gute Lebensqualität.

Antibiotika Rückgabeaktion

Im Rahmen der Sensibilisierungskampagne «Antibiotika: Nutze sie richtig, es ist wichtig» startet am 18.11.2019 – zeitgleich mit der internationalen Antibiotika Awareness Woche der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – eine schweizweite Aktion zur Rückgabe von überzähligen oder alten Antibiotika. Nicht mehr gebrauchte oder abgelaufene Antibiotika Ihrer Haustiere können Sie bei uns in der Praxis …

Erfassungspflicht Antibiotika

Liebe Tierhalterinnen und Tierhalter. Ab dem 1. Oktober 2019 führt der Bund eine Erfassungspflicht für Antibiotika-Behandlungen in die Datenbank IS ABV bei Haustieren ein. Die Datenbank bietet die Chance, Problembereiche genauer zu definieren und entsprechende Massnahmen zu ergreifen, um das Problem von Antibiotikaresistenzen bekämpfen zu können. Die Eingabepflicht führt zu …

Öffnungszeiten Ostern 2019

Öffnungszeiten Ostern 2019

Karfreitag: Geschlossen

Notfalldienst Kleintierpraxis TierEGGe in Egg b.ZH

Tel. 044 984 29 43

Ostersamstag: 09:00 bis 12:00 geöffnet

Notfalldienst Kleintierpraxis TierEGGe in Egg b.ZH

Tel. 044 984 29 43

Ostersonntag: Geschlossen

Notfalldienst Kleintierpraxis Schwäntenmos Zumikon
Tel. 044 919 00 91

Ostermontag: Geschlossen

Notfalldienst Kleintierpraxis Schwäntenmos Zumikon
Tel. 044 919 00 91

Wir wünschen Ihnen Frohe Ostern!

Ihr Tierarztpraxis Küsnacht Team

Öffnungszeiten Feiertage 2018/2019

Öffnungszeiten während den Feiertagen.

 

Geschätzte Kundinnen und Kunden,

Aufgrund unseres Weihnachtsessens schliessen wir am Freitag dem 14.12.2018 unsere Praxis um 17:00.

 

Während den Feiertagen sind unsere Öffnungszeiten:

24.12.2018: geöffnet von 8:00 bis 12:00

25.12.2018 bis 30.12.2018: geschlossen

31.12.2018: geöffnet von 08:00 bis 12:00

1.1.2019 und 2.1.2019: geschlossen

Ab dem 3. Januar 2019 haben wir wieder wie üblich geöffnet.

 

Bei dringenden Notfällen sind wir unter der Nummer 044 912 04 04 erreichbar.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Vierbeinern eine frohe und gesunde Adventszeit!

Snowman Christmas

Auf den Zahn gefühlt

Zahnhygiene bei Hund und Katze

Bei allen Hunden und Katzen entwickelt sich im Laufe der Zeit Plaque und Zahnstein.

Je nach Futterzusammensetzung, Kaugewohnheiten, Speichelzusammensetzung und genetischer Disposition variiert die Menge an Zahnstein, die sich im Laufe der Jahre ansammelt. Plaque und Zahnstein führen bei unseren Haustieren zu Zahnproblemen und Zahnverlust. Mit einer guten Zahnprophylaxe können Sie viel zur Gesundheit Ihres Tieres beitragen.

Zahnbelag und Zahnstein

Durch Futterreste, Speichel und Bakterien bildet sich ein Biofilm auf den Zähnen, die Plaque.

Die Plaque ist ein weisslicher, 1 – 2 mm dicker Zahnbelag und hat eine ähnliche Farbe wie der Zahnschmelz. Deshalb wird er von den Tierbesitzern oft nicht wahrgenommen. Plaque bildet sich innerhalb von wenigen Stunden und kann nicht mit Wasser abgewischt werden.

Wird die Plaque nicht regelmässig durch Zähne putzen entfernt, lagern sich Mineralien ein und es bildet sich Zahnstein. Dies geschieht bereits nach 24 bis 48 Stunden. Der zunächst weisse Zahnstein verfärbt sich gelbich und bräunlich und ist vor allem an den Fang- und Backenzähnen gut sichtbar.

Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Je dicker die Plaque wird, desto mehr vermehren sich gramnegative, anaerobe Bakterien. Diese Bakterien produzieren Endotoxine, welche eine Zahnfleischentzündung auslösen. Anzeichen einer Zahnfleischentzündung sind eine Rötung und Schwellung des Zahnfleisches. Am Anfang ist dies schmerzlos. Erst wenn die Entzündung fortschreitet, können Blutungen am Zahnfleischrand auftreten und Schmerzen verursachen. Zudem tritt Mundgeruch auf. Die Zahnfleischentzündung ist ein reversibler Prozess und kann mit einer Zahnreinigung gut behandelt werden.

Parodontitis

Weitet sich die Entzündung des Zahnfleisches auf den Zahnhalteapparat aus, wird dies als Parodontitis bezeichnet. Ein wichtiges Anzeichen ist die Vertiefung der Zahnfleischtasche. Das Zahnfleisch bildet sich zurück und Zahnhälse werden freigesetzt, welche schmerzempfindlich sind. Unbehandelt führt die fortschreitende Entzündung zum Verlust des Zahnes.

Einfluss auf den gesamten Körper

Durch die chronische Entzündung können Bakterien und deren Toxine über das Zahnfleisch in den Blutkreislauf gelangen und weitere Krankheiten verursachen.

Zahnfleischentzündungen und resorptive Läsionen bei der Katze

Katzen sind anfällig für Entzündungen des Zahnfleisches und der Maulschleimhaut (Gingivostomatitis). Die Krankheit ist noch nicht vollständig verstanden. Mögliche Ursachen können ein Plaquebefall, Störung des Immunsystems, Viren, Bakterien und metabolische Erkrankungen wie Diabetes sein. Zudem leiden sehr viele Katzen an resorptiven Läsionen. Dabei entstehen Löcher im Zahn, zum Teil wird die ganze Zahnwurzel angegriffen und aufgelöst.

Zahnerkrankungen sind sehr schmerzhaft. Bei unseren Lieblingen können Zahnschmerzen jedoch schwierig zu erkennen sein.

Folgende Anzeichen können einen Hinweis auf Zahnprobleme geben:

  • Trockenfutter wird nicht mehr gerne gefressen
  • Beim Kauen fällt das Futter wieder aus dem Maul
  • Einseitiges Kauen
  • Kopfscheu
  • Vermehrtes Speicheln
  • Schwellung im Kopfbereich
  • Mundgeruch
  • Zähneknirschen

Wenn der Verdacht auf eine Zahnerkrankung besteht, sollte das Tier beim Tierarzt untersucht werden. Bei einer starken Zahnfleischentzündung und starkem Zahnsteinbefall wird eine gründliche Zahnreinigung in Vollnarkose empfohlen. Bei einem schmerzhaften Zahn gibt ein Zahnröntgen Aufschluss darüber, ob die Zahnwurzeln entzündet sind und ob ein Zahn extrahiert werden sollte.

Vorbeugung von Zahnerkrankungen

Tägliches Zähneputzen:

  • Am Wirkungsvollsten ist das tägliche Zähneputzen mit einer speziellen Tierzahnpasta.
  • Benutzen Sie einen Fingeraufsatz oder eine kleine Zahnbürste, um auch die hinteren Backenzähne gut reinigen zu können. Hunde tolerieren das Zähneputzen im Gegensatz zu Katzen meistens sehr gut.
  • Wenn Sie ihren kleinen Welpen schon von klein an daran gewöhnen, kann das Zähneputzen zum täglichen Ritual werden. Aber auch schon 2 – 3 Mal pro Woche bringt einen grossen Effekt für eine bessere Zahngesundheit.
  • Benutzen Sie nicht die eigene Zahnpasta, da die Tiere das Maul nicht spülen können und somit ein grosser Teil der Paste mit Fluorid abgeschluckt wird. Dies ist gesundheitsschädigend.

Kaustengel

  • Es gibt diverse Kaustengel im Angebot, welche bei täglicher Verabreichung die Bildung von Plaque und Zahnstein vermindern.

Mundspülungen

  • Zusätze ins Trinkwasser können die Mund- und Zahnhygiene bei Hunden und Katzen verbessern.

Futter

  • Trockenfutter hat eine bessere mechanische Reinigungskraft als Weichfutter. Zudem gibt es verschiedene Spezialfutter auf dem Markt, welche die Bildung von Plaque und Zahnstein reduzieren.

Belohnungsguetzli

  • Für Hunde und auch für Katzen gibt es spezielle Belohnungsguetzli, welche durch längeres Kauen eine mechanische Reinigung der Zähne verursacht und somit auch einem Zahnsteinbefall vorbeugt.

Zuckerfrei

  • Achten Sie darauf, dass das Futter Ihres Tieres möglichst wenig Zucker beinhaltet.

Wenn Hunde reisen

Wir gehen mit unserem Hund zwei Wochen in die Sommerferien. Was muss ich vorher abklären?

Der Hund ist wie ein Familienmitglied und es macht Freude, die Ferien so zu planen, dass auch der Hund mitkommen kann. Einige Fragen sollten vorher geklärt werden.

Ist der Ferienort auch für den Hund geeignet?

Sobald sie sich für eine Reisedestination entschieden haben, sollten sie sich beim Tierarzt oder beim Bundesamt für Veterinärwesen informieren, ob das Land tollwutfrei ist. Für Länder mit Tollwutrisiko braucht es eine lange Vorbereitungszeit für die Ein- und Wiedereinreise in die Schweiz und sollte mit dem Tierarzt mindestens ein halbes Jahr im Voraus geplant werden. Klären sie zudem ab, ob Hunde am Feriendomizil und zum Beispiel auch am geplanten Strand erlaubt sind. Gewisse Länder haben spezielle Vorschriften betreffend Leinen- und Maulkorbpflicht. Auch existieren in einigen Ländern ein Einreiseverbot für sogenannte gefährliche Hunde.

Welches Transportmittel ist ideal?

Reisen ist auch immer mit einem gewissen Stress verbunden. Planen sie das Transportmittel und die Reiseroute so, dass es auch ihrem Hund gefällt. Nehmen sie auf die Reise vertraute Gegenstände und das gewohnte Futter mit. Ein plötzlicher Futterwechsel kann zu Verdauungsproblemen führen. Bei ängstlichen Tieren können pflanzliche Medikamente oder beruhigende Pheromonpräparate Sicherheit verschaffen.

Mit dem Auto unterwegs

Das Reisen mit dem Auto ist sicher am idealsten. Die Reiseroute und die Reisedauer kann individuell geplant werden. Der Hund muss in eine genügend grosse Reisebox oder hinter einem Gitter untergebracht werden. Das Klima im Auto sollte so eingestellt sein, dass auch dem Hund wohl ist. Planen sie alle 2 – 3 Stunden einen Stopp, damit ihr Hund einen kurzen Spaziergang, sich versäubern und Wasser trinken kann. Wenn es heiss ist, lassen sie den Hund nie im Auto. Innert Minuten kann es im Autoinnern über 80 Grad heiss werden. Denken sie daran, dass auch ihr Hund reisekrank werden kann. Üben sie vor den Ferien einige längere Autofahrten. Beim Tierarzt können Sie – wenn nötig – Medikamente gegen Reiseübelkeit holen.

Unterwegs mit der Bahn

Eine Zugfahrt von bis zu 4 Stunden sollte kein Problem sein. Längere Bahnreisen können jedoch stressig sein, zum Beispiel wenn der Hund sich versäubern muss. Für kleine Hunde ist eine Transportbox ideal. Die Box kann mit einer Windel ausgelegt sein. Für grössere Hunde können sie eine Liegedecke mitnehmen. Haushaltpapier und Kotbeutel sollten für alle Fälle mit dabei sein. Nehmen sie einen Wasserbehälter mit, damit ihr Hund ab und zu trinken kann.  Als Tierhalter haben sie die Pflicht dafür zu sorgen, dass sich die anderen Fahrgäste nicht gestört fühlen. Üben sie regelmässig Zugfahrten mit ihrem Hund, damit er sich daran gewöhnt. Gedränge im Zug und Hitze sind nicht ideal, Stosszeiten sind unbedingt vermeiden. Je nach Land gibt es auch wieder spezielle Vorschriften, die vor der Reise abzuklären sind, zum Beispiel eine Maulkorbpflicht im Zug.

Mit dem Flugzeug in die Ferien

Je nach Gewicht und Grösse kann der Hund mit in die Kabine oder muss in den Frachtraum des Flugzeugs untergebracht werden. Bei der Swiss gilt die Grenze von 8 kg inklusive Transportbox. Informieren Sie sich früh genug direkt bei der Fluggesellschaft. Kurze Flüge mit einem kleinen Hund sind in der Regel problemlos. Für grössere Hunde im Frachtraum ist der Reisestress meiner Ansicht nach zu gross. Da organisiert man für seinen Hund lieber eine liebevolle Betreuung daheim. Denken Sie daran, dass auch Hunde während dem Fliegen Ohrendruck bekommen können. Einen Kaustengel kann beim Starten und Landen Abhilfe verschaffen.

Reisedokumente

Bevor sie eine Reise antreten, sollten sie immer den Impfausweis Ihres Tieres kontrollieren. Für jeden Grenzübertritt, auch wenn es nur einen Tagesausflug nach Deutschland ist, braucht ihr Hund folgendes:

  • Heimtierpass
  • Gültige Tollwutimpfung
  • Chip

Informieren sie sich mindestens 1 Monat vor jeder neuen geplanten Reise in Ihrer Tierarztpraxis. Gewisse Länder wie zum Beispiel England und Norwegen haben zusätzlich spezielle Anforderungen.

Reisekrankheiten

In den südlichen Ländern um das Mittelmeer gibt es Krankheiten (Leishmaniose, Babesiose, Herzwurm), welche von Mücken und Zecken übertragen werden. Ein guter Parasitenschutz oder spezielle Impfungen können diese Reisekrankheiten gut vorbeugen. Nach den Ferien im Süden sollte man den Hund immer prophylaktisch mit einem entsprechenden Wurmmittel gegen Herzwurm behandeln.

Reiseapotheke

Lassen sie sich mit Hilfe Ihres Tierarztes eine gute Reiseapotheke für Ihren Hund zusammenstellen. Falls ihr Hund regelmässig Medikamente einnimmt, nehmen Sie genügend Vorrat mit in die Ferien. Informieren sie sich vor der Reise, ob es in der Nähe ihres Ferienziels eine Tierarztpraxis gibt.

So könnte die Apotheke ausgerüstet sein:

  • Parasitenschutz
  • Entwurmungsmittel
  • Verbandsmaterial
  • Desinfektionsmittel
  • Pinzette
  • Zeckenpinzette
  • Schmerzmittel
  • Medikamente gegen Durchfall
  • Ohrreiniger
  • Prophylaxe gegen Reiseübelkeit
  • Pflanzliches Beruhigungsmittel

Praktische Links:

www.blv.admin.ch – Reisen mit Heimtieren
          Alle Informationen rund um die Reisebestimmungen für
          Heimtiere sind auf der Homepage vom Bundesamt für
          Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen aufgeführt.

          Online – Hilfe: Mit Hund, Katze oder Frettchen über die
          Grenze.

www.escaap.ch – Reisetest

         Alle Informationen zum richtigen Parasitenschutz für
         jedes Land

Wenn der Abschied naht

Wenn es Zeit wird Abschied zu nehmen

Unsere Haustiere sind über Jahre unsere treuen Begleiter und Teil der Familie. Wenn unsere Tiere älter werden, ist es wichtig sich über die Möglichkeiten zum Abschied Gedanken zu machen und sich damit auseinanderzusetzen.

Einschläfern

Als Tierbesitzer tragen wir die Verantwortung zu entscheiden, ob und wann wir das Tier einschläfern lassen. Bei einem alten und kranken Tier ist es nicht immer einfach zu entscheiden, wann der Zeitpunkt da ist es gehen zu lassen. Eine gute tierärztliche Betreuung ist in dieser Zeit sehr wichtig. Die Frage, ob das Tier noch eine gute Lebensqualität hat ist zentral. Folgendes ist sehr wichtig zu beurteilen:

  • Hat das Tier Schmerzen
  • Zieht es sich zurück
  • Nimmt der Appetit ab
  • Nimmt das Tier nicht mehr Teil an der Umwelt
  • Mag es nicht mehr laufen

Das Einschläfern und über den Zeitpunkt des Todes zu bestimmen, ist ein sehr emotionaler Moment. Wir haben diese Möglichkeit beim Tier dazu und sollten folgenden Aspekte immer beachten. Wir schläfern ein Tier ein, wenn es keine Aussicht auf Heilung oder Besserung hat und um es vor dem Leiden zu bewahren. Wir möchten das Beste für das Tier tun in diesem Moment.

Daheim oder in der Praxis

Wenn der Zeitpunkt da ist, wird dem Tier zuerst ein Narkosemittel gespritzt. Erst wenn es ganz tief in Narkose ist, wird ein überdosiertes Narkosemittel in die Vene appliziert. Das Herz hört dann langsam auf zu schlagen und der Tod tritt während der Narkose ein.

Ganz wichtig finde ich, dass während dem Einschlafen mindestens eine wichtige Bezugsperson beim Tier ist, die Ruhe und Vertrauen gibt. Falls möglich finde ich den Abschied daheim am Ruhigsten für das Tier und auch für die Besitzer. Die vertraute Umgebung, die vertrauten Gerüche und kein Transportstress bringen eine enorme Ruhe mit sich. Daheim sind auch spezielle Wünsche möglich. Ich habe schon erlebt, dass Besitzer Musik laufen liessen, oder jemand der Angehörigen Klavier spielte. Kerzen wurden angezündet oder der Abschied fand draussen im Garten statt.

Es ist natürlich nicht immer möglich, den Abschied zu planen. Manchmal verschlechtert sich der Allgemeinzustand eines kranken oder alten Tieres so rapide, dass man in den Notfall muss. Es lohnt sich jedoch, seine Tierärztin oder seinen Tierarzt zu fragen, ob die Möglichkeit eines Hausbesuches besteht, wenn die Zeit gekommen ist.

Kremation

Verstorbene Tiere werden in der Regel kremiert. Ausnahmen gibt es bei Tieren unter 10 kg, welche auf dem Privatgrund vergraben werden dürfen.

Städte und Gemeinde führen alle eine Kadaversammelstelle und kremieren Tiere kostenlos. Als Alternative gibt es private Tierkrematorien, welche kostenpflichtig nur Haustiere kremieren. Hier besteht die Möglichkeit, die Asche in einer Sammelurne auf dem Krematoriumgelände zu belassen oder die Asche in einer Urne zurückzubekommen. Dieser Dienst wird geschätzt und immer mehr in Anspruch genommen. Oft möchten die Besitzer auch die Asche in einem Stoffsäcklein zurück, um die Überreste am Lieblingsplätzchen verstreuen zu können.

Trauer

Es braucht viel Zeit, um den Verlust seines Vierbeiners zu verarbeiten. Die grosse Lücke bleibt lange bestehen und vermissen wird man sein geliebtes Tier für immer und ewig. Sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt darüber.  Auch die Tierkrematorien bieten eine sehr professionelle Trauerbegleitung an.

Das ist Gift für den Hund

Was für Nahrungsmittel sind giftig für meinen Hund

Draussen ist man als Hundebesitzer meistens sehr aufmerksam und reagiert sofort, wenn der Hund etwas Unbekanntes vom Boden fressen will. Wichtig ist jedoch auch, dass daheim in der vertrauten Umgebung Lebensmittel sicher aufbewahrt werden. Einige für uns Menschen völlig alltägliche Nahrungsmittel sind für den Hund nämlich stark giftig!

Giftige Nahrungsmittel für den Hund

Schokolade

Der Wirkstoff Theobromin in der dunklen Schokolade ist für den Hund sehr gefährlich. Die Ausscheidung des Wirkstoffes ist bei den Hunden viel langsamer als bei anderen Tierarten.

Die stimulierende Wirkung auf die Atmung und das Herz können so massiv sein, dass ein Atem- und Herzstillstand erfolgt. Schon 2 – 4 Stunden nach der Aufnahme können Symptome wie Krämpfe, Atemnot und Herzarrythmien auftreten. Frisst ein Hund eine ganze Tafel Schokolade oder einen Schokoladekuchen, ist der sofortige Gang zum Tierarzt lebenswichtig.

Trauben

Frisst ein Hund in grösseren Mengen Trauben, kann dies zu einem Nierenversagen führen.

Die Ursache dafür ist noch nicht geklärt. Bei einem Spaziergang nahe an einem Weinberg sollte man als Hundebesitzer sehr aufmerksam sein und seinen Liebling keine Traubenreste vom Boden fressen lassen.

Zwiebeln und Knoblauch

Schwefelhaltige Aminosäuren in der Zwiebel und im Knoblauch wirken schädigend auf die roten Blutkörperchen und bewirken eine Anämie (Blutarmut). Auch nach dem Kochen bleibt das Toxin wirksam. Wenn man seinem Hund mal Essensreste oder Selbstgekochtes füttern möchte, sollte man daher unbedingt auf Zwiebeln und Knoblauch verzichten.

Nicht immer hat man den Hund unter Aufsicht und sieht, was er gefressen hat. Vor allem während dem Spaziergang liegt alles möglich auf dem Boden, was den Hund interessieren könnte. Gewisse Rassen wie zum Beispiel Labradore sind richtige Allesfresser. Da wird vieles ins Maul genommen und auch mal heruntergeschluckt. In den meisten Fällen passiert nichts oder führt zu einer harmlosen Magen-Darmverstimmung.

Während dem Spaziergang sollte man sich auf folgende, für den Hund giftige Substanzen achten:

  • Schneckenkörner
  • Rattengiftköder
  • Zigarettenstummel
  • Dünger

Folgende Anzeichen können Symptome einer Vergiftungsreaktion sein. Ihr Liebling sollte dann unverzüglich bei einem Tierarzt/einer Tierärztin vorgestellt werden.

Vergiftungssymptome

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Atemnot
  • Lethargie
  • Speicheln
  • Veränderte Pupillen
  • Schwankender Gang
  • Rasender Puls
  • Zittern
  •  

Der Hund hat etwas Giftiges gefressen

Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte unverzüglich eine Tierärztin/einen Tierarzt aufgesucht werden. Falls die Aufnahme von Gift erst kürzlich erfolgte, kann dem Tier

eine Spritze verabreicht werden, welche zu Erbrechen führt. Damit ist das Gift aus dem Körper. Zudem kann der Kreislauf stabilisiert und Kohle verabreicht werden, um eine weitere Giftaufnahme im Darm zu verhindern.

Infos zu Vergiftungen

Bei Unsicherheit, ob ein Nahrungsmittel oder eine Pflanze giftig ist, informiert man sich am besten sofort beim Toxikologischen Zentrum auf der Telefonnummer 145. Weitere Informationen über giftige Substanzen bietet die Homepage des Tierspitals Zürich: www.clinitox.ch

Plötzlich trinkt die Katze viel

Wenn die Katze plötzlich Durst hat

Katzen trinken von Natur aus wenig. Die Vorfahren unserer Hauskatzen stammen ursprünglich aus der Wüste. Daher sind sich unsere Stubentiger gewohnt, mit wenig Wasser auszukommen.

Wenn die Katze plötzlich mehr Durst hat, könnte das ein erstes Anzeichen einer Erkrankung sein.

Normale Trinkmenge

Eine gesunde, ausgewachsene Hauskatze trinkt normalerweise weniger als 50 ml / kg / 24 Stunden. Eine 4 kg schwere Katze trinkt somit bis zu 2 dl Wasser am Tag.

Einfluss auf die Wasseraufnahme

Natürlich ist die Menge an benötigtem Wasser auch von äusseren Einflüssen abhängig.

Der grösste Einfluss auf die Trinkmenge hat das Futter. Je nach Menge des Feucht- oder Trockenfutters, kann die Wasseraufnahme unterschiedlich hoch sein. Je mehr Trockenfutter die Katze frisst, desto höher ist ihr Bedarf zum Wasser trinken.

Freigängerkatzen, welche Mäuse jagen, nehmen sehr viel Wasser über ihre Beute auf und decken Ihren Wasserbedarf somit mehrheitlich über die Nahrung.

An heissen Sommertagen wird Ihre Katze mehr trinken, als im Winter. Falls Ihre Katze vorübergehend Durchfall hat oder Erbrechen muss, wird sie kurzfristig auch einen erhöhten Wasserbedarf haben.

Wenn die Trinkschale plötzlich leer ist

Normalerweise leckt die Katze etwas Wasser auf und geht danach weiter. Wenn die Wasserschale plötzlich sehr schnell leer ist, sollte man die Trinkmenge über ein paar Tage kontrollieren.

Ideal ist, wenn die Wasseraufnahme pro 24 Stunden gemessen wird. Füllen Sie die Wasserschale mit einer abgemessen Menge Wasser auf. Somit erhalten Sie einen Überblick über die Trinkmenge.

Für eine 4 kg Katze: 2 dl Wasser am Tag

Für eine 5 kg Katze: 2,5 dl Wasser am Tag

Für eine 6 kg Katze: 3 dl Wasser am Tag

Bei Freigängerkatzen kann es sehr schwierig sein, die Trinkmenge zu kontrollieren. Katzen lieben es, an verschiedenen Orten zu trinken. Sei dies nun am Wasserhahn, an Pflanzentöpfen, aus der Giesskanne oder einem Brunnen.

Mit der gesteigerten Wasseraufnahme wird jedoch auch vermehrt Urin abgesetzt. Wenn das Katzenkistchen plötzlich schneller voll ist, kann dies auch ein Hinweis auf vermehrten Durst sein.

Anzeichen für eine Erkrankung

Falls Ihre Katze plötzlich mehr Wasser aufnimmt oder das Katzenkistchen mehr Urin aufweist, sollten Sie Ihren Stubentiger vom Tierarzt untersuchen lassen. Wenn eine Katze mehr als 0,5 dl pro Kg am Tag trinkt, spricht man von einer Polydipsie (krankhaft gesteigerter Durst).

Das Symptom Durst und vermehrter Urinabsatz kann über 20 verschieden Ursachen haben. Die drei häufigsten Ursachen bei der Katze sind folgende Krankheiten:

  • Diabetes (Blutzuckererkrankung)
  • Nierenerkrankung
  • Schilddrüsenüberfunktion

Eine Urinuntersuchung bringt Aufschluss, ob die Katze tatsächlich mehr trinkt und daher einen wässrigen Urin hat. Im Urin kann auch der Zuckergehalt untersucht werden.

Mittels einer Blutuntersuchung kann festgestellt werden, ob die Nierenwerte, der Blutzucker und das Schilddrüsenhormon in der Norm sind.

Eine frühe Behandlung dieser Krankheiten erhöht die Lebensdauer und die Lebensqualität Ihrer Katze.

Gesunder Hund, guter Hund

Grosseltern mit einem Hund ermöglichen den Enkeln wunderbare Erfahrungen mit einem sehr sozialen Tier. Hunde und Kinder lieben es zu spielen. Der Kontakt ist oft sehr nah, es wird geknuddelt und auch mal ein Küsschen verteilt.

Ein gesunder Hund ist kaum ein Risiko für übertragbare Krankheiten. Folgende Punkte sollten aber beachtet werden.

Jährliche Impfung

Unsere Vierbeiner sollten einmal im Jahr beim Tierarzt untersucht und geimpft werden. Die Hunde werden unter anderem gegen Leptospirose geimpft. Dies ist eine bakterielle Infektionskrankheit, welche auch auf den Menschen übertragen werden kann. Die Impfung schützt Ihren Hund vor einer Ansteckung.

Regelmässige Entwurmung

Hunde können sich immer wieder mit Würmern infizieren. Die Ansteckung erfolgt über die Aufnahme von Wurmeiern, welche über den Kot von anderen Hunden ausgeschieden wurden. Bandwürmer können durch das Fressen von wilden Nagetieren oder über den Verzehr von rohem Fleisch übertragen werden.

Wurminfektionen können vom Hund auf den Menschen übertragen werden und ein Gesundheitsrisiko für Erwachsene und Kinder darstellen. Am gefährlichsten für uns Menschen sind die Spulwürmer, die Hakenwürmer und der Fuchsbandwurm.

So können Sie vorbeugen:

  • 4 x pro Jahr entwurmen oder regelmässige Kotuntersuchungen
  • Hundekot aufsammeln und entsorgen, anschliessend Hände waschen
  • Kinder von Hundekot fernhalten und vor dem Essen Hände waschen

Floh- und Zeckenschutz

Flöhe vom Hund können sich nicht auf dem Menschen weitervermehren. Einzelne Flohbisse können jedoch vorkommen. Flohbisse sind nicht gefährlich, können aber jucken. Der Hund kann das ganze Jahr über von Flöhen befallen werden.

Nach dem Spaziergang im Wald schleppt der Hund immer mal wieder eine Zecke heim. Die Zecken können auch uns Menschen stechen und gefährliche

gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) übertragen. Die Zeckensaison ist in der Regel von März bis Oktober.

Vorbeugen können Sie mit einem Floh- und Zeckenhalsband, einem Spot-on- Präparat oder mit Tabletten. Falls Ihre Enkel noch sehr klein sind, rate ich von einem Halsband ab, da die Kinder damit in Berührung kommen.

Pilzbefall

Wenn der Hund kahle Stellen vor allem am Kopf, an den Ohren und an den Vorderbeinen aufweist, könnte es sich um einen Pilzbefall handeln. Eine Pilzinfektion beim Hund kann auch uns Menschen befallen. Falls Ihr Hund

Hautveränderungen aufweist, sollten Sie ihn daher in einer Tierarztpraxis vorstellen. Kleine Kinder und immungeschwächte Personen sollten in dieser Zeit den Kontakt meiden, bis der Pilzbefall behandelt ist.

Kranker Hund

Generell sollten kleine Kinder den engen Kontakt zu einem kranken Hund meiden, bis er wieder gesund ist. Bei einer Magen-Darm-Infektion, einem Husten oder einer Augenentzündung sind immer Bakterien oder Viren beteiligt.

Eine erhöhte Hygiene ist in dieser Zeit sicher sinnvoll. Waschen Sie nach dem Kontakt mit Ihrem Vierbeiner die Hände und reinigen Sie einmal pro Tag die Liegeplätze und den Boden, bis Ihr Liebling wieder gesund ist.

Begriff Zoonosen:

Krankheiten, die zwischen Menschen und Tieren übertragen werden können, nennt man Zoonosen.

Wenn Katzen leiden

Unsere Katze ist schon etwas älter. Wie kann ich feststellen, ob es ihr gut geht oder ob sie Schmerzen hat?

Ältere Katzen – Stilles Leiden

Oft haben ältere Katzen – genau wie wir Menschen auch – Arthrosebeschwerden. Der Rücken und die Gelenke schmerzen. Das Springen auf das Sofa oder den Katzenbaum werden zur Qual. Aber Katzen zeigen chronische Schmerzen anders als wir Menschen. Sie beklagen sie sich nicht, sie miauen nicht, im Gegenteil, sie werden stiller und ruhiger.

Von aussen sehen wir unseren Hauskatzen diese Gelenkschmerzen nicht so einfach an. Sie fressen wie gewohnt und die Verdauung ist normal. Typischerweise sind ältere Katzen anhänglicher und schlafen mehr als in jungen Jahren. Viele Tierbesitzer erzählen, dass ihre ältere Katze mehr daheim ist als früher.  Die Katze kämpft nicht mehr so oft um ihr Revier, da sie merkt, dass es nun stärkere Konkurrenten in ihrem Quartier gibt. Der Rückzug in ihr beschütztes Revier daheim ist also ganz normal.

Gewisse Verhaltensänderungen, die einen Hinweis auf Schmerzen sein können, sind jedoch gut zu beobachten. Wenn Ihre Katze nicht mehr auf ihre gewohnten Plätze hochspringt, kann das ein Hinweis auf Schmerzen sein. Um die Fellpflege, insbesondere im hinteren Rückenbereich zu bewerkstelligen, müssen Hauskatzen sehr gelenkig sein. Hat die Katze bei der Fellpflege schmerzen, nimmt das Putzverhalten ab und das Fell weist vermehrt Knoten und verklebte Stellen auf. Sitzt die Katze in letzter Zeit vermehrt an einer Stelle in der Wohnung und läuft nicht wie früher von einem Lieblingsplätzchen zum anderen , dann könnte auch dies ein Hinweis auf Schmerzen sein.

Mit der verminderten Aktivität, werden auch die Krallen weniger abgenützt. Da die Krallen gebogen sind, können sie sogar in den Ballenbereich einwachsen. Ich sehe in der Praxis immer wieder ältere Katzen, die eingewachsene Krallen haben. Dies ist sehr schmerzhaft und mit ein Grund, weshalb sich Katzen weniger bewegen. Falls Sie keine Teppiche daheim haben, sollten Sie auf die Schritte ihrer älteren Katze hören. Bei zu langen Krallen hören Sie bei den Schritten ein Klickgeräusch. Eine regelmässige Kontrolle der Krallen ist auf jeden Fall sehr wichtig.

Sobald Sie Veränderungen im Verhalten Ihrer Katze bemerken, sollten Sie einen Termin in der Tierarztpraxis vereinbaren. Berichten Sie von Ihren Beobachtungen und besprechen Sie die Möglichkeiten, um die Lebensqualität Ihrer Katze zu verbessern. Von altersgerechter Ernährung, über unterstützende Futterzusätze für die Gelenke bis zu Arthrosemedikamente gibt es eine ganze Palette an Möglichkeiten. Holen Sie sich auch Tipps für eine seniorenfreundliche Gestaltung in ihrer Wohnung. Damit Ihr Büsi auch weiterhin ihr Lieblingsplätzen geniessen kann.

Anzeichen für Schmerzen:

  • Bewegt sich viel weniger
  • Putzt sich weniger
  • Lässt sich nicht mehr gerne bürsten
  • Lässt sie sich nicht mehr gerne streicheln
  • Hörbare Schritte auf Parkett
  • Verklebtes Fell auf Rücken
  • Verharrt an einem Ort

Ab 10 Jahren spricht man von einer älteren Katze:

Katzen-Alter in Jahren101214161820
Entsprechendes Menschen-Alter566472808896

Dr. med. vet. Lorenz Jöhr

Per Ende April 2019 hat Dr. med. vet. Lorenz Jöhr die Tierarztpraxis Küsnacht verlassen. Nach 25 Jahren als Küsnachter Tierarzt im Einsatz möchte er sich nun neuen Aufgaben zuwenden.

Die ganze Tierarztpraxis Küsnacht wünscht Lorenz für die Zukunft viel Erfolg und Freude. Wir danken ihm herzlich für seine grosse Unterstützung beim Start der neuen Tierarztpraxis Küsnacht und die gute Zusammenarbeit!

Dipl. TPA Sandra Rüegg

Per Juli 2019 hat Dipl. TPA Sandra Rüegg die Tierarztpraxis Küsnacht verlassen. Sie wird ab August ihren Wunschberuf als ausgebildete Hundebetreuerin verwirklichen.

Die ganze Tierarztpraxis Küsnacht wünscht Sandra für die Zukunft viel Erfolg und Freude im neuen Beruf!